Sicher ist sicher
Eine kleine Dramödie für alle ohne Plus‑Mitgliedschaft

Es gibt Radtouren, die laufen wie am Schnürchen – und dann gibt es meine Tour an der Lahn. Anfang Oktober, leichter Regen, nasse Blätter, aber ich fühle mich wie der König der Kurven. Ein bisschen zu sehr, wie sich herausstellt. Ein Moment der Selbstüberschätzung, ein Hauch zu viel Tempo – und schon verwandele ich mich in eine menschliche Bowlingkugel, die über den Radweg schlittert.
Das Ergebnis… Nun ja… eindrucksvoll.
Ein doppelt gebrochenes Becken, eine gebrochene Rippe, mehrere geprellte, ein ausgekugelter Daumen, gerissene Bänder, ein Knie wie ein Medizinball und ein Fußgelenk, das aussieht, als hätte es eigene Reisepläne. Kurz: Ich bin ein Komplettpaket für die Unfallchirurgie.
Und so liege ich da, am Tag der Deutschen Einheit, im Hotelzimmer, beweglich wie ein nasser Sack Kartoffeln. Mein Fahrrad ist hinüber, ich bin hinüber – und die Heimreise scheint so wahrscheinlich wie ein Lottogewinn.
In meiner Verzweiflung rufe ich beim ADFC an. Feiertag, wohlgemerkt. Ich rechne mit einer Bandansage, die mich freundlich auf den nächsten Werktag vertröstet. Stattdessen meldet sich eine echte, freundliche Stimme. Ich schildere mein Leid – und höre plötzlich den Satz:
„Sie sind doch über den ADFC versichert.“
Ich? Versichert?
Ich habe nur die Hälfte verstanden, aber offenbar hatte mein früheres Ich im Jahr 2022 eine kluge Entscheidung getroffen: ADFC‑Pannenhilfe Plus. Ein Euro im Monat. Und ich habe es komplett vergessen.
Fünf Minuten später – immer noch Feiertag – ruft die Partner‑Versicherung zurück. Keine Warteschleife, kein Papierkrieg, kein „Wir melden uns nächste Woche“. Stattdessen:
„Wir organisieren alles.“
Und das tun sie dann auch!
Ein Spezialfahrzeug für mich, mein demoliertes Fahrrad und mein Gepäck.
200 Kilometer Rücktransport bis vor die Haustür.
Eine E‑Mail mit allen Leistungen, inklusive sofortiger Kostenübernahme bis 500 Euro.
Ich muss nichts tun – außer atmen. Und selbst das tut weh.
Heute weiß ich: Diese kleine Zusatzversicherung ist kein Luxus, sondern ein Sicherheitsnetz, das man hoffentlich nie braucht – aber im Ernstfall rettet sie einem die Tour, die Nerven und manchmal sogar den Tag.
Dieses Jahr geht es für mich über die Alpen bis zum Gardasee. Und ich weiß jetzt:
Der ADFC fährt mit.
Nicht nur im Herzen, sondern ganz praktisch – mit Rücktransport, Bergung, Übernachtungshilfe und allem, was man sich wünscht, wenn es mal richtig schiefgeht.
Meine Empfehlung:
Wer viel radelt – und besonders wer alleine unterwegs ist – sollte sich überlegen, ob ein Euro im Monat nicht die beste Investition der ganzen Tour ist.
Die ADFC‑Pannenhilfe Plus ist kein Zaubertrick, aber sie fühlt sich im Notfall genau so an.
Die Geschichte ist real. Erlebt hat sie unser Kollege Dirk Beyerlein.
Horst Viebahn
Pressewart
ADFC Langenfeld/Monheim