Die besondere Radreise nach Weilheim in Oberbayern
Radreisen bestehen nicht nur aus zurückgelegten Kilometern. Genauso wichtig sind Begegnungen, Geschichten und Augenblicke, die man nicht vergisst. Genau dafür sorgen die Tourenleiter der Langenfeld-Monheimer Ortsgruppe.

Zuerst braucht es eine Idee. Dann folgt die gewissenhafte Vorbereitung. Und erst ganz am Ende kommt der erste Tritt in die Pedale. Genau in diesem Moment zeigt sich, ob man nur eine Fahrradtour organisiert, oder etwas schafft, das bleibt.
Aus Theorie wird Praxis
Die Theorie endete an einem warmen Abend am Dietlhofer See im Restaurant Mykonos im Weilheimer Ortsteil Unterhausen. Dort treffe ich Dieter und Klaus, beide aktive Tourenleiter der Weilheimer ADFC‑Ortsgruppe, die ich schon Wochen zuvor um Unterstützung gebeten hatte.
Von diesem Augenblick an wird meine Planung lebendig: Sie wird korrigiert, erweitert, optimiert, gekürzt, wieder verlängert. Dieter und Klaus sind – wie wir – mit Herz bei der Sache. Für mich als Ortsunkundigen sind sie mit ihrer Expertise schlicht Gold wert.
Sie begleiten uns bei den Vortouren und später auch mit der gesamten Gruppe. Aus Helfern werden Mitgestalter. Aus Gästen werden Teilnehmende. Und aus „unserer“ Tour wird eine gemeinsame Tour.
Vorbereitung, die man nicht sieht - aber spürt
Bevor es soweit war, lag viel Arbeit vor uns. Hotels wurden verglichen, bis das eine gefunden war, in dem sich unsere Gäste wohlfühlen würden. Museen, Plätze und Brauereien wurden besucht – einzig mit dem Ziel, der Reise mehr zu geben als nur Radfahren. Diese Sorgfalt ist unsichtbar, aber sie trägt jede Tour.
Das Ergebnis konnte sich sehen lassen:
- Bei der kostenlosen Stadtführung lässt der Direktor des städtischen Museums mit lebendigen Geschichten die Vergangenheit Weilheims aufleben.
- In der Dachs‑Brauerei erfahren wir, wie aus Hopfen und Malz der köstliche Gerstensaft entsteht.
- In der Partnachklamm beeindruckt die Kraft des Wassers, das sich seinen Weg durch den Fels gebahnt hat.
- Und auf einem Schiff der bayerischen Seenschifffahrt erleben wir die Schönheit des Starnberger Sees aus einer völlig neuen Perspektive.
Das alles waren nicht nur Programmpunkte.
Es waren Momente, die bleiben.
Ein Foto, das verbindet
Offenbar hat genau das auch das örtliche Fremdenverkehrsamt beeindruckt. Wir werden um ein Gruppenfoto gebeten – zusammen mit den Verantwortlichen der Weilheimer Ortsgruppe.
Am nächsten Tag finden wir das Bild wieder: als Aufmacher auf Seite 3 im Weilheimer Tageblatt. Ein sichtbares Zeichen dafür, dass diese Reise etwas ausgelöst hat – bei uns, in Weilheim und in der Verbindung unserer beiden Ortsgruppen.
Was von der Reise bleibt
Es bleibt ein Stück gelebter ADFC‑Gemeinschaft.
Ein Ergebnis von Leidenschaft, Vorbereitung und dem Mut, auf Menschen zuzugehen.
Ein Beweis, dass Radreisen nicht nur aus Kilometern bestehen, sondern aus Begegnungen, aus Geschichten und aus Augenblicken, die man nicht vergisst.
Vielleicht war sie genau deshalb so besonders.
Horst Viebahn
Tourguide und Pressewart
ADFC Langenfeld/Monheim